Heimatverein Ottersleben e.V. Online

Herausgeber: Heimatverein Ottersleben e.V.
Ausgabe: März/April 2012 

 

Mitgliederversammlung des HVO im Jahr 2012

Liebe Mitglieder unseres Heimatvereins. Alle Jahre wieder… führt der HVO eine Mitgliederversammlung durch. In diesem Jahr sind wie-der Wahlen für unseren Vorstand angesagt, und dazu gibt es eine gesonderte Einladung! Aber soviel sei schon hier gesagt: Die Vorstands-wahlen finden am 16. April 2012 statt. Die Tagesordnung und alle anderen notwendigen Informationen werden für alle Mitglieder des Ver-eins rechtzeitig bekanntgegeben. Wir wollen die Möglichkeit nutzen, dem amtierenden Vorstand ein Dankeschön zu sagen. Gleich, welche Veranstaltung unseres HVO wir betrachten, ideenreich und akribisch vorbereitet werden die Höhepunkte unseres Vereinslebens durchge-führt. Was für viele Ottersleber schon Selbstverständlichkeit ist, das alljährlich stattfindende Volks-und Heimatfest zu besuchen, bedarf seitens der Verantwortlichen immer wieder großer Anstrengungen und eines immensen Arbeitsaufwandes. Auch beim Kinderfest oder beim traditionellen Weihnachtsmarkt wissen Außenstehende kaum etwas über die schon langfristigen Planungen und Vorbereitungen. Darum sei an dieser Stelle allen ehrenamtlichen Helfern gedankt, die meist schon über viele Jahre hinweg für ein gutes Gelingen aller Veranstaltungen sorgen. Und in diesem Dank beziehen wir natürlich auch die Mitglieder des Vorstandes unseres Heimatvereins mit ein, bei denen die Fäden für alles zusammenlaufen. Unser Vorsitzender, Kurt Petzerling, versteht es sehr gut, mit seinem Gremium immer neue Akzente in der Ver-einsarbeit zu setzen. Wir können als Mitglieder des Vereins wohl davon ausgehen, dass dies auch in den nächsten Jahren so bleiben wird, doch es sollte an dieser Stelle einfach mal ein Dankeschön gesagt werden….

 

Rückblick

 

Auch wenn nun schon bald der Osterhase kommt, so sei doch hier noch einmal an den Weihnachtsmann erinnert! Kaum jemand wird sich noch an das Programm des letzten Weihnachtsmarktes in Otters-leben erinnern, war doch vieles wie gehabt… Aber Dank der Bemühungen der Verantwortlichen gab es auch einige Änderungen, auf die wir hier jetzt nicht eingehen wollen. Aber so viel sei gesagt: Auch der Weihnachtsmarkt 2011 war wieder ein voller Erfolg, die Veran-staltungen kamen bei den Besuchern gut an, die veränderte Organisation der Aufstellung entsprechender Verkaufseinrichtungen usw. fand überall Anklang, und sogar die „Magdeburger Volksstimme“ fand lobende Worte…
Ein Hinweis sei an dieser Stelle angebracht: Vielen wird vielleicht aufgefallen sein, dass unsere alljährlich aufgestellte Weihnachtstanne 2011 etwas kleiner geraten war, als die Ottersleber dies sonst gewöhnt sind.  Es besteht aber kein Grund zur Sorge,  im Jahr 2012 wird unsere Tanne auf jedem Fall

größer sein, bekommt doch der verwendete Baum nicht nur einen Jahresring mehr, er wird auch natürlich um einiges größer werden. Mit anderen Worten: Es sei all denen gedankt, die uns in all den Jahren zuvor mit einer Weihnachttanne gehol-fen haben, aber nun können wir den festverwurzelten Baum auf unserem Eichplatz für diese Zwecke nutzen.
Selbstverständlich war auch der Chor des HVO wieder auf dem Markt präsent und erfreute die Gäste beim ge-meinsamen Singen mit vie-len bekannten Weihnachts-liedern. In diesem Zusam-menhang sei aber auch noch erwähnt, dass selbiger Chor in der Vorweihnachtszeit in den verschiedensten Einrich-tungen mit seinen Liedern zum Advent viel Freude bereiten konnte.

 

Es war vor 12 Jahren… 

da stand an dieser Stelle ein schlimmes Wort: Sche… und gemeint war mit diesem schlimmen Ausdruck nicht etwa unser Ort, sondern es stand etwas geschrieben über Hunde und deren Besitzer.
Noch immer laufe ich fast täglich durch meinen Geburtsort Ottersle-ben, und kann immer wieder feststellen, dass Ottersleben schön geworden ist und weiter wächst. Zum Teil noch unansehnliche Flächen werden bebaut, die Fassaden der meisten Häuser sind renoviert, echte Kleinodien sind entstanden. Auch die Graubestraße, vormals eher ein Feldweg, später dann notdürftig befestigt, präsentiert sich nunmehr als ein schöner, aber vor allen Dingen auch sicherer
 Weg. Das gesamte Areal hat an Wohnqualität gewonnen! Insgesamt kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, Ottersleben ist schöner denn je…- Alteingesessene Ottersleber erinnern sich bestimmt noch an Zeiten, als es in unserem Ort noch die Gossen gab. Eine stinkige und in den Sommermonaten oft auch eine gesundheitsgefährdende Angelegenheit. Apropos stinken - in Ottersleben stinkt etwas auch zum Himmel, nämlich die vielen „Hundehaufen“, die überall in unseren Straßen zu finden sind. Und die muss man nicht finden, denn sollte man ein derartiges Objekt übersehen haben, riecht man es nach ein paar Metern ganz bestimmt… Der Schreiber dieser Zeilen hat mit Sicherheit nichts gegen Hunde, war er doch jahrelang selber Besitzer eines Schäferhundes. Aber die Besitzer dieser Tiere sind es, die meinen Unmut erregen! Wie gesagt, ich laufe durch ganz Ottersleben, und sehe verantwortungsbewusste Hundehalter, die die „Anleinpflicht“ einhalten und auch für „Schadensfälle“ vorbereitet sind. Mit der steigenden Einwohnerzahl in unserem Stadtteil ist aber auch die Anzahl der Hunde größer geworden. Ottersleben hat laut Statistik etwa über 200 Hunde.... Und es ist ja auch in Ordnung, wenn diese mit ihren Herrchen oder Frauchen alle Straßen durchlaufen. Aber es kann doch nicht sein, dass die Exkremente unserer lieben Vierbeiner überall liegen bleiben. Damit wir uns richtig verstehen: Der Hauswirt, der frühmorgens schon einen solchen Batzen vor seinem Haus findet, der ist erst einmal pappe satt. Liebe Tierfreunde, ihr solltet einmal darüber nachdenken, ob es nicht auch andere Möglichkeiten gibt, wo sich Hundi entleeren kann. Und wenn es denn gar nicht mehr anders geht und unser Liebling einfach seinem Bedürfnis nachkommt, es gibt doch in unserem Zeitalter so viel hygienische Artikel, womit man diese Dinge entfernen kann. Es geht ja nicht so sehr um meine Schuhe, aber es würde mich schon ein bisschen grämen, wenn es in der Umgebung heißen würde, Ottersleben ist ein Scheißdorf. Dabei kann man doch eindeutig in der Stadtordnung nachlesen, was
zu diesem Thema festgelegt worden ist. ..
Muss ich wirklich den Hundehaufen beseitigen?
Die Person, die den Hund führt, hat den Hundehaufen unverzüglich zu beseitigen! Das gilt für Straßen, Wege und Plätze, in Grünanlagen, auf Grünstreifen sowie auch auf Hundeauslaufwiesen. Der gefüllte Hundekotbeutel kann verknotet in jedem der über 2.800 Papierkörbe und in den ca. 100 Hundetoiletten entsorgt werden. Verstöße dagegen können im Bußgeldverfahren schnell mit bis zu 100 Euro Bußgeld und zusätzlich Verwaltungsgebühren geahndet werden. Da fällt mir nur noch die Anfangszeile eines Liedes ein: „Ach könnte das schön sein…“

   


Liebe Leserinnen, liebe Leser! Unter dieser Überschrift wollen wir, wie in den letzten Monaten üblich, über Aktivitäten anlässlich unseres Ortsjubiläums berichten.
Am 06. Januar 2012 fand in der katholischen Kirche St. Maria Hilf die Eröffnungsveranstaltung zum Festjahr „1075 Jahre Ottersleben“ statt. In der regionalen Presse wurde schon darüber berichtet. Am gleichen Tag begann auch der Verkauf der Festschrift, welche vom Vorbereitungskomitee
erarbeitet worden war. Es ist schön zu wissen, dass dieses kleine Büchlein reißenden Absatz fand, eine weitere Auflage binnen
Kurzem vergriffen war. Eine dritte Auflage wird beim Erscheinen dieses Informationsblattes bereits vorhanden sein… Sollte weiterer Bedarf bestehen, können kurzfristig nochmalige Auflagen geordert werden, die dann bei allen Veranstaltungen anlässlich unseres „1075-Festjahr-Programmes“ käuflich erworben werden können.(Preis 15,00€)
Auch zu der geplanten Veranstaltung im Februar waren sehr viele interessierte Bürger erschienen, um sich zu informieren, was Herr Magnus
und Herr Marschhausen zu den Kirchenbüchern der Kirche St.Stephani zu erzählen wussten. Wissenswertes aus alten Otterslebener Chroniken
und uralte Aufzeichnungen waren für geschichtsinteressierte Menschen dargeboten worden. Ein Dankeschön den beiden genannten Referenten.
Am 25.Februar war es endlich so weit, der Nachdruck der heißbegehrten Chronik von „Christian Peicke“ aus dem Jahre 1902 wurde im „Ottersleber Krug“ verkauft, natürlich nur die vorbestellten Exemplare. Am 24. März fand ein weiterer Verkaufstag statt, auch hier wurden nur die zuvor bestellten und angezahlten Chroniken verkauft. Auf Grund der regen Nachfrage wird es in diesem Jahr noch eine weitere Auflage des Nachdruckes des „Ottersleber Geschichtsbuches“ geben. Wir werden in der „Volksstimme“ entsprechend informieren.
Im Rahmen der Aktivitäten im Festjahr wurde am 17.März eine
Kirchenbesichtigung in der evangelischen Kirche durchgeführt. Etwa 60 Bürgerinnen und Bürger bekundeten ihr Interesse an der Geschichte eines der ältesten Bauwerke unserer Region und nutzten außerdem die Möglichkeit, unseren Heimatort, wenigstens zum Teil, aus der Vogelperspektive zu betrachten.
An dieser Stelle möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass es einen Flyer mit dem gesamten Programm für unser diesjähriges Jubiläum gibt. Monatlich wird in Form von mehreren Aushängen über die jeweiligen Veranstaltungen informiert, und auch in der regionalen Presse gibt es entsprechende Informationen…
In diesem Zusammenhang möchten wir schon heute dazu aufrufen, in der Zeit vom 8. September bis zum darauffolgenden Wochenende
Häuser, Schaufenster usw. entsprechend zu schmücken!

Wichtiger Hinweis: Wir würden uns freuen, wenn sich viele Otterslebener an der Vorbereitung und Durchführung der noch kommenden Veranstaltungen mit einbringen würden!
Außerdem möchten wir an dieser Stelle alle Mitglieder unseres Vereins daran erinnern, dass die Mitgliederversammlung vom April des vergangenen Jahres beschlossen hatte, den Mitgliedsbeitrag jährlich auf 12€ festzulegen

Langfristig wollen wir auf folgende Termine hinweisen:
1.Juni 2012,  1.Jubiläumsmenü nach alten Börderezepten in der Gaststätte Hadrys!
16. September 2012, 
Festumzug zur 1075-Jahrfeier!
26. Oktober 2012, Festball im Ramada-Hotel; Bestellungen bei K.Petzerling unter der bekannten Adresse!

 

Historisches

 

Heutzutage kann man via Internet bekanntlich weltweit Freunde finden und mit ihnen kommunizieren.
  "Face book" ist eine dieser Möglichkeiten. Wörtlich übersetzt könnte das ja "Gesichtsbuch" heißen (Nicht Geschichtsbuch). Aber wen interessiert schon das Gesicht eines Unbekannten? Interessanter wird die Sache schon, wenn ich "Gesicht" nicht vom Aussehen her deute, sondern sozusagen hinter die Fassade sehen will. Nach dem Motto:"Zeige mir dein wahres Gesicht, du Bösewicht!"  oder "Offenbare mir dein echtes Gesicht, ansonsten vertraue ich dir nicht!"...Schon vor ewigen Zeiten gab es derartige "Freundschaftsbücher", ich besitze ein "Face book" aus dem Jahre 1896/97. Nein, das ist kein Druckfehler, dieses Büchlein ist über 100 Jahre alt, und nannte sich damals noch "Poesiealbum". Selbiges ist uns zugesandt worden aus Hamburg, aber es sind nur Eintragungen aus dem damali- gen Ottersleben enthalten. Wenn der Schreiber dieser Zeilen in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bei seinem Schulfreund zum Spielen war, dann fiel des Öfteren der Name der Großtante meines Freundes - Lina Häder. Und genau von dieser Großtante finde ich einen Eintrag aus dem Poesiealbum des Jahres 1897, als besagte Lina so etwa 10 Jahre alt war.
Es sind noch einige andere Namen enthalten, die auch heute noch in Ottersleben existieren… Wenn man solch ein Zeitzeugnis in den Händen hält, kann man schon ein wenig „Gänsehautgefühl“ bekommen!
Schon alleine die Schrift, es ist eine alte deutsche Schrift, die heute kaum noch jemand lesen kann...Aber man kann auch sehen, wie eine etwa 10jährige in der damaligen Zeit schreiben konnte…
Für alle diejenigen, die aus den verschiedenste Gründen den abgebildeten Text nicht lesen können, hier eine „Übersetzung“: Der Wortlaut: „Aus Liebe/ Wandle froh durchs Leben, bleibe fromm und gut/ dann wird Gott dir geben, immer frohen Mut!/ Von deiner Mitschülerin Lina Häder/
Gr.Ottersleben den 21. Januar 1899

 

 

Ist doch schön, oder???

 

 

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